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Der sicherste Ort in einer Beziehung ist...

Aktualisiert: 19. Apr.


Mann mit Hund auf dem Arm, Zusammenhang zwischen Hund und menschlichen Beziehungen
Mann mit Hund auf dem Arm

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Blog-Beitrag:

Was dieses Bild wohl mit menschlichen Beziehungen zu tun hat?


Hunde haben eine sehr ausgeprägte Eigenschaft: Bedienungslose Liebe. Ihr naturgemässes Wesen steht für Wärme, Zuneigung und Treue. Eigentlich alles Eigenschaften, die auch in menschlichen Beziehungen anzustreben sind, oder?


Wenn wir uns die Zuneigung eines Hundes verdient haben, wirft er sich vertrauensvoll auf den Rücken und signalisiert somit seine Bereitschaft sich vollkommen zu öffnen und hinzugeben. Wir Menschen hingegen haben leider sehr oft etwas anderes gelernt: Wir verschliessen uns, bauen eine unüberwindbare Mauer um unser Herz herum und schützen uns vor weiteren schmerzvollen Verletzungen. Dieser Mechanismus dient dem Überleben und ist somit nicht abzuwerten. Doch wie aktuell ist er noch? Und vor allem: In welchen Situationen ist er hinderlich und schafft ungewollt eine Distanz zu unseren Liebsten?


Ich möchte euch an dieser Stelle von einem beeindruckenden und sehr berührenden Erlebnis mit einem Paar erzählen: Er ist schon etwas früher in der Praxis angekommen und erzählt freudig von den Fortschritten und Veränderungen in der Partnerschaft. Sein Strahlen deutet auf einen zufriedenen inneren Zustand hin. Nachdem seine Partnerin nun auch eingetroffen ist, frage ich auch bei ihr nach, wie sie die letzte Zeit erlebt habe. Einleitend bestätigt sie die Wahrnehmungen ihres Mannes, schlägt aber im nächsten Satz eine andere Richtung ein und äussert, was sie an den Verhaltensweisen ihres Mannes alles störe. Sichtlich überrascht vom Richtungswechsel sackt der Mann in sich zusammen. Seine anfängliche Euphorie erlischt. Nach einer kurzen Pause nimmt er mit ihr Augenkontakt auf und scheint völlig bei sich zu sein. Ohne Vorwürfe schildert er seine aktuelle Befindlichkeit, sprich er hat den Mut, sein Herz zu öffnen. Und jetzt passiert das Magische: Es vergehen keine fünf Sekunden und seine Frau kann sich ebenfalls öffnen. Sie erzählt von ihren Ängsten und dem Wunsch zusammenbleiben zu wollen. Auch wenn sich die anfängliche Euphorie gelegt hat, verlassen die beiden Hände haltend die Praxis.


Dieses Beispiel zeigt, wie die Beziehung zur eigenen Innenwelt die Beziehung zur Aussenwelt stärkt. Wenn wir uns trauen, ganz uns selbst zu sein und noch im Stande sind, dies auszudrücken, entsteht natürlich und ohne Aufwand die häufig vermisste emotionale Nähe in Partnerschaften. Emotionale Nähe bedeutet gesehen und wahrgenommen zu werden. Sie schafft gegenseitiges Verständnis und Intimität auf einer anderen Ebene, wie wir sie auf der körperlichen erleben. Die Voraussetzung für die Öffnung ist aber das Hinterfragen des Glaubenssatzes: "Ich bin nur sicher, wenn ich mich schütze und zurückziehe." Was wäre, wenn genau das Gegenteil wahr wäre?

Doch wie kann ich diese Öffnung lernen?

Es gibt eine wirkungsvolle Brücke zwischen der Sachebene und der Emotionsebene. Schau dir die nachfolgende Darstellung an und werde dir dabei bewusst, wie du diese Vertiefung in deiner Partnerschaft erreichen kannst.



Der Schlüssel liegt im Ausdrücken der Körperempfindungen, welches die erwähnte Brücke zwischen Sachebene und Emotionsebene ist. Sobald ich in einem Gespräch meinen Körper wahrnehmen kann, wo und wie es sich gerade anfühlt, beginnt an dieser Stelle die Öffnung der Emotionsebene. Und im nächsten Schritt ist das Benennen dieser Empfindung der Beginn einer neuen "Verbindung". Wir machen hier die Erfahrung (wie im obigen Beispiel des Paares), dass mein Gegenüber sich ebenfalls öffnen wird und mir auch seine Innenwelt präsentiert. Dann verbreitet sich die Magie, auf die wir so oft im Aussen warten: Wir fühlen uns gesehen und wahrgenommen, ohne dies von meinem Partner bewusst einfordern zu müssen. Denn wenn mein Gegenüber spürt, dass dies von ihm/ihr erwartet wird, reagiert er/sie mit Widerstand und Rückzug - also weit weg von emotionaler Nähe!


Und denk daran, dass dies ein Lernprozess ist und somit Mut und Engagement erfordert. Je öfter wir mit unserer Innenwelt in Berührung kommen, desto einfach und natürlicher wird die Herzöffnung in einer Beziehung. Um den Titel dieses Beitrags zu vervollständigen, ist der sicherste Ort in einer Beziehung in einem offenen Herzen - so simpel und doch so wirkungsvoll.


Viel Spass beim Experimentieren!

Herzlichst Rico


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